Posted by Beat on Nov 25, '07 1:32 AM for everyone
Meine frühesten Erinneringen stammen ungefähr as meinem vierten Lebensjahr. Was davor war ist mir nicht mehr richtig klassifizierbar in Erinnerung oder Erzählung durch meine Eltern.Ein recht klares Bild habe ich noch, da waren wir in unserem Haus, das wir dann in Langnau am Albis bewohnten von ca. 1958 bis März 1962, und da wir hier auch von der Schule reden, dürft Ihr selber ausrechnen wie alt ich da war, wofür Ihr noch zu wissen braucht, dass ich am 20. September 1954 um 00 Uhr 43 in Zürich geboren bin. Die Zeit davor lebte meine Familie im Zürich Schwamendingen, damals noch ein Außenquartier der Stadt (heute liegt es ziemlich mittendrin) woran ich mich nicht wirklich erinnere, aber es existiert noch das eine oder andere Foto, das Ihr Euch aber nun selber vorstellen könnt, weil ich keinen Scanner habe.Die Adresse in Schwamendingen war "Schürgistrasse" Nummer habe ich vergessen. aber warum das Herumschürgen (schürgen ist eine Kombination von schieben und würgen, bezogen zumeist auf Möbel) weiter eine Rolle spielte liegt vor allem an meiner Mutter, welcher die Neugestaltung der Wohnung Hobby und Leidenschaft darstellt, was verhinderte, dass ich irgendwann Vertrauen fasste in eine gegebene Umwelt, da ich wusste, dass diese demnächst wieder verändert würde.
Oh bitte, das ist nur das kleine Detail, das hier negativer zu sein scheint als es ist, denn sie ist und war immer die Seele der Familie, die alles zusammenhält und hielt und der ich auch alles verdanke, mal abgesehen davon, dass wir ja vielleicht alle schon mal hier waren in früheren Inkarnationen, nur weiß ich darüber nichts, das genau genug wäre nachgeprüft werden zu können. Insofern bleibt meine Realität naturwissenschaftlich koscher und unspirituell, während ich durchaus bereit bin anzunehmen, dass es Dimensionen gibt, von denen wir eben nur träumen können, weil sie unsere Sinne nicht reizen.Natürlich soll das nicht bedeuten, sie wäre allein verantwortlich für meinen Charakter und Werdegang, aber diese ihre Leidenschaft hat unbestreitbar immer wieder große Akzente in mein Leben geworfen.Das Schlimmste was es gab, war wenn sie weinte und traurig war, ein Ereignis von nicht allzu grpßer Seltenheit, da mein Vater sehr dazu neigte, seinen Ärger über den angeschlagenen Zeh an der neu umgestellten Wohnung lautstark kundzutun.Er schimpfte und polterte und verzog sich in eine Bastelei oder ging mit dem Auto irgendwo hin und war fuchsteufelswild, aber geschlagen hat er nie jemanden in meiner Gegenwart oder dass es mir zu Ohren gekommen wäre.Selbst hat er mal erzählt, einen Jähzornigen Choleriker von Kunden ins Schwitzkästchen genommen zu haben, bis der wieder ruhiger war. Aber das betrifft eigentlich nicht meine Kindheit.Nun, vor der ersten Klasse ging ich ja noch in den Kindergarten zum Fräulein (sagte man damals noch zu nicht verheirateten Frauen) Rottenschwyler, so war der Name und natürlich war ich sofort Feuer und Flamme von der. Dabei weiß ich nicht mal mehr, wie die oben ausgesehen hat oder wie sie vorne hieß, aber oft hatte sie Sandalen an und da konnte ich die Zehen sehen und wenn sie da auf dem Stuhl sass und wir Kinder uns um sie auf den Boden setzten, um irgend eine Geschichte zu vernehmen, dann waren ihre Zehen so ziemlich genau vor meinen Augen im Abstand von zwei bis drei Metern, und die hatten es mir angetan, rosa Bällchen und weiter nach oben kamen dann diese stromlinienförmigen Gebilde, welchen man Waden sagt.Sie erzählte manchmal Geschichten und ich hörte sehr gerne Geschichten, fast so gern wie mit den Spielsachen was zu machen oder zu malen.Und dann waren da noch diese Schulwege, in den Kindergarten wurde ich so weit ich weiß hingebracht, aber zurück musste ich selber Finden.Da kam es vor, dass ich bei Regenwetter in der Betrachtung der Pracht von Kieselsteinen in einer Pfütze versank und die Zeit vergaß. Ja, so groß kamen mir die Steine damals durchaus vor: Eine Welt für sich.Und irgendwie sind sie das auch geblieben.Einmal nahm uns die Fräulein Rottenschwyler mit zu sich nach Hause nach Adliswil. Das war für den Kindergarten bereits eine Schulreise, denn es war über eine Stunde da hin zu laufen. Ich erinnere mich an die kleine Wohnung, in der ein Klavier stand und darauf ein ausgestopftes Eichhörnchen. Das hat mich sehr beeindruckt in seiner lebensnahen Darstellung, ich war nämlich zuvor noch nie im Zoo glaube ich, jedenfalls nicht bewusst.Aber im Tierpark Langenberg konnten wir oft die Rehe bewundern und vor allem die Wildschweine, wenn sie mit ihren gestreiften Jungen im Gehege herum tollten war das immer besonders lustig.Mein Vater ging da am Sonntag Morgen oft mit uns hin
Oder wir fuhren mit der Seilbahn in die Felsenegg , Hier ist eine gute Skizze der Gegend, Man sieht zwar nicht die Seitenmoräne, welche zwischen Horgen und Langnau a. A. liegt aber der Überblick ist doch nicht gar so schlecht und die Luftseilbahn in die Felsenegg sieht man auch gut.
Also am Sonntag haben wir da früh von oben mit dem Fernrohr hinuntergeguckt ob das Mueti schon aufgestanden wäre.
Sonntage waren immer was Besonderes, denn Vati war sonst kaum zuhause, immer unterwegs und versuchte Büromöbel zu verkaufen. Dann gingen wir auch noch in diie Ferien einmal, nach Rimini um da im Meer zu baden und Vati hatte uns gezeigt wie man schwimmen muss, zuhause auf dem Küchentabourettchen haben Markus und ich mit dem Bauch auf die Fläche vom Tabourettchen liegen müssen, so hatten wir alle Viere frei und dann mussten wir Schwimmbewegungen machen. Das war lustig!
So, mal so viel für heute, es gaht dann schon weiter, immerhin habe ich ja inzwischen noch an die 47 weitere Jahre erlebt. Aber da habe ich im Netz noch ein Bild gesehen von der Felsenegg, das nicht so schematisch ist:
und da: http://www.seilbahn-nostalgie.ch/felsenegg.html gibt es noch viel mehr Bilder von da, aber mit mir und meinem Leben haben die nicht so viel zu tun wie die Kieselsteine von zuvor.
Aber meine Tierliebe und mein Interesse an der Natur waren mir von Anfang an gegeben, daran hatte nie jemand was auszusetzen gehabt und es wurde auch noch gefördert.Selbstverständlich wurde da auch früh für alle Wissenschaften ein Kanal eröffnet.
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